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Dentalfluorose

Ursächlich ist hier eine Überfluoridierung im frühen Kindesalter ab Geburt bis zum 6. Lebensjahr, wenn es bei der Schmelzreifung der bleibenden Zähne im Kieferknochen zu Entwicklungsstörungen kommt. Dabei entstehen an den bleibenden Zähnen lebenslang sichtbare Schäden in Form von weißen und/oder gelblich-braunen Flecken, besonders an den bleibenden Schneidezähnen. Mit dem Wegfall der Trinkwasserfluoridierung nach der "Wende" wurde dies durch die Gabe von Fluoridtabletten, hauptsächlich durch die Pädiater bzw. Kinderärzte und teilweise durch die Zahnärzte ersetzt. Hierbei ist jedoch auf eine genaue Dosierung verschiedenster anderer Fluoridierungsquellen, wie z.B. Zahnpasta, Mundspülung, fluoridiertes Speisesalz u.ä., zu achten und durch eine ausführliche Fluoridanamnese abzuklären.

Grundlage für die Durchführung von Fluoridierungsmaßnahmen sind die Empfehlungen der anerkannten und unabhängigen wissenschaftlichen Fachgesellschaften sowohl der Zahnärzte - Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund-, und Kieferkrankheiten (DGZMK), in der Empfehlung von 2002 -, als auch im Konsens mit den Pädiatern bzw. Kinderärzten - Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) und Deutsche Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V. (DAKJ), in der Leitlinie von 2006 - veröffentlicht durch das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) bzw. der Zahnärztlichen Zentralstelle für Qualitätssicherung (ZZQ).

Danach sollen Kleinkinder während der Stillzeit bis zum 6. Lebensmonat keine Fluoridtabletten erhalten. Anschließend ist nach dem persönlichen Risiko des Kindes abzuwägen bzw. zu entscheiden.

Nimmt das Kind Fluoridtabletten, dann müssen zusätzliche Fluoridquellen wie fluoridierte Zahnpasta oder fluoridiertes Speisesalz ausgeschlossen werden, d.h. nur Verwendung einer fluoridfreien Zahnpasta und eines fluoridfreien Speisesalzes. Nimmt das Kind keine Fluoridtabletten, dann sollte es eine fluoridierte Kinderzahnpasta (500 ppm F) und zusätzlich fluoridiertes Speisesalz erhalten. Das Vorgehen ist in einer ausführlichen Fluoridanamnese zu erfragen und festzulegen.

Ab dem Alter von etwa 6 Jahren, mit dem Durchbruch der ersten bleibenden Zähne, sollen die Kinder eine normale Erwachsenenzahnpaste (1.000-1.500 ppm F) verwenden. Zusätzlich kann das 1x wöchentliche Zähneputzen mit einem hochfluoridhaltigen Gel erfolgen. Grundsätzlich ist die lokale Fluoridierung vorrangig anzuwenden.

Für weitere Fragen gibt Ihnen der Jugendzahnärztliche Dienst gerne Auskunft oder wenden Sie sich bitte an ihren Hauszahnarzt oder Kinderarzt.

mittlere Erscheinungsform einer Dentalfuorose
schwere Erscheinungsform einer Dentalfluorose

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